Als Hitler Das Rosa Kaninchen Stahl

Judith Kerr, Martin Held

1 ma 0 chce
Rok
1978
Kraj
Germany
Format
Cassette
Label
Deutsche Grammophon
3346 022
Non-MusicChildren's Spoken WordStoryAudiobook
Identyfikatory
Label Code: 0173
Tracklista
A1
Abfahrt Von Berlin
8:07
A2
An Der Grenze
6:40
A3
Der Zehnte Geburtstag
5:40
A4
Die Ersten Tage In Paris
5:00
B1
Weihnachten
4:42
B2
Bei Der Großtante Sarah
6:55
B3
Das Examen
6:27
B4
Als Kein Geld Mehr Da War
2:55
B5
Onkel Julius
6:32
B6
Der Abschied Von Paris
1:55
Notatki wydania
Aufnahme: Januar 1978, Hamburg Produktion: Dorothee Koehler Toningenieur: Gerd Henjes Tontechniker: Uwe Peters © 1978 Polydor International GmbH © 1978 Ute Blaich Design: Werner Koberstein, Hamburg Mit freundlicher Genehmigung der Autorin. Alle Rechte am Werk, insbesondere das Recht zur Rundfunksendung und öffentlichen Aufführung, bei Judith Kerr. Die deutsche Buchausgabe erschien im Otto Maier Verlag Ravensburg. Deutschland 1933: Dieses Jahr ist das Ende der Weimarer Republik und Anfang einer totalen Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten – Beginn einer brutalen, mörderischen Verfolgung politisch Andersdenkender. Annas Vater, einer der bekanntesten, berühmten jüdischen Schriftsteller in der Weltstadt Berlin, erkennt früh genug die Gefahren und kann sich mit seiner Familie ins Ausland retten. Über Zürich und Paris fliehen Anna, Max und die Eltern vor den Nazi-Häschern. Auf den Kopf des Vaters haben Hitlers Gefolgsleute eine Prämie ausgesetzt. Dieses Flüchtlingsleben, das die kleine Anna anfangs gar nicht recht begreift, wird immer bedrückender, weil die Familie in große wirtschaftliche Not gerät. Reisen, Abschiednehmen, fremde Sprache, fremde Wohnungen, Hotels, verschlüsselte Briefe – das sind Annas erste Begegnungen mit dem Flüchtlingsschicksal. Judith Kerr, die alles selber als Kind so erlebt hat, beschreibt aber nicht nur die Stationen des Unglücks, sondern auch die komischen und spannenden Episoden, die ein Kind als Abenteurer zwischen den Weltstädten beobachtet. Sie beschreibt liebevoll Onkel Julius, ihre Freunde, die merkwürdigen Schulerlebnisse, die köstliche Großtante Sarah aus Paris, erzählt von den kleinen und großen Abenteuern in Zürich und Paris, den wichtigen und nichtigen Kabbeleien mit Max, ihrem älteren Bruder. Sie macht deutlich, dass Angst, Gefahr und Not halbwegs erträglich bleiben, weil die Flüchtlingsfamilie unverbrüchlich zusammenhält. Gerade durch dieses äußere Unglück entwickeln Eltern und Geschwister untereinander eine sehr tiefe Liebe und Zuneigung. Die Geschichte von Anna ist nicht erfunden. Sie passiert auf dem düsteren Hintergrund deutscher Geschichte. Sie macht vielleicht eindringlicher als Schulbücher klar, was es heißt, ein politischer Flüchtling – ein Emigrant – zu sein. — Ute Blaich SEITE 1: 1 Abfahrt von Berlin — 8:07 2 An der Grenze — 6:40 3 Der zehnte Geburtstag — 5:40 4 Die ersten Tage in Paris — 5:00 SEITE 2: 1 Weihnachten — 4:42 2 Bei der Großtante Sarah — 6:55 3 Das Examen — 6:27 4 Als kein Geld mehr da war — 2:55 5 Onkel Julius — 6:32 6 Der Abschied von Paris — 1:55 Judith Kerr (1923 in Berlin geboren) wurde 1933 mit ihrer Familie zur Emigration gezwungen. Sie absolvierte ihre Schuljahre in deutschen, schweizerischen, französischen und englischen Schulen. Danach arbeitete sie vorübergehend als Sekretärin des Roten Kreuzes, besuchte Abendkurse und lernte als Stipendiatin einer Londoner Kunstschule Malerei und Textil-Design. Seit 1953 arbeitete sie für die BBC. Sie übersetzte und bearbeitete Theaterstücke fürs Fernsehen und veröffentlichte Bilderbücher für Kinder. Sie ist mit dem Schriftsteller Nigel Kneale verheiratet, hat zwei Kinder und lebt heute in London. Ihr Vater, Alfred Kerr (1867–1948), auf dessen Kopf Goebbels eine Fangprämie aussetzen ließ, war einer der mächtigsten Theaterkritiker Berlins, Essayist, Dichter und Verfasser vieler Reisebücher. Er verließ Hitler-Deutschland, bevor ihn die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie töten konnte. In dem 1974 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichneten autobiografischen Werk „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ beschreibt Judith Kerr die Jahre der Flucht vor dem Faschismus. Sie erzählt linear, schmucklos, ohne Kunstgriffe über die Ängste und Schwierigkeiten einer Exil-Kindheit. Aus der Perspektive des zehnjährigen Mädchens Anna gibt die Autorin ein Bild vom Alltag einer jüdischen Intellektuellenfamilie auf der Flucht. In diesem Bild spiegelt sich ein Stück historischer Wirklichkeit. Es vermittelt dem jugendlichen Leser eine leise Ahnung vom Schrecken brutal autoritärer Regime.
Credits
  • Design Werner Koberstein
  • Engineer Gerd Henjes
  • Liner Notes Ute Blaich
  • Producer Dorothee Koehler
  • Read By Martin Held
  • Technician Uwe Peters
  • Translated By [Deutsche Übersetzung] Annemarie Böll
  • Written-By Judith Kerr
Firmy
  • Phonographic Copyright (p) Polydor International GmbH

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